Kommentare zu Roman 13

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JuliaD
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Re: Kommentare zu Roman 13

Beitrag von JuliaD »

Manchmal ist man in der Stimmung für einen leichten Roman - und manchmal für einen, der einem das Herz schwer werden lässt und nicht immer ein Happy End hat. Und an andere Tagen braucht es eine Mischung aus beidem. Wünsche, Vorlieben und Launen sind so facettenreich wie das Leben. ;)
Ich bin mir sicher, dass Marie sich noch einmal gründlich überlegen wird, ob sie nicht vielleicht doch auf Frauen steht - zumindest auf diese eine. Das würde ich schön finden. :)
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Ruth
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Re: Kommentare zu Roman 13

Beitrag von Ruth »

Heike hat geschrieben: Sonntag 31. Oktober 2021, 00:10Ich hatte tatsächlich bewusst keine großen Dramen und Konflikte eingebaut. Ich wollte einfach mal etwas ganz seichtes/leichtes schreiben.
Leicht und seicht ist nicht dasselbe. 8-) Etwas kann leicht sein, aber deshalb muss es nicht seicht sein. Aus meiner Perspektive als Verlegerin würde ich mal sagen: Ein leichtes Buch veröffentliche ich gern. Ein seichtes Buch möchte ich nicht veröffentlichen.

Das ist etwas, das leider oft verwechselt wird. Deshalb habe ich auch im Schreibforum schon immer gesagt, eine Geschichte darf nicht erst auf Seite 30, 40, 50 oder 100 anfangen. Sie muss gleich auf der ersten Seite anfangen. Da muss der Konflikt schon angedeutet werden. Denn eine Geschichte ohne Konflikt ist einfach keine Geschichte.

Der Konflikt muss ja nicht gleich hochdramatisch sein. Wir haben einige solche Bücher hier im LLP, und das ist schön, aber es muss auch leichte Bücher geben. Wo der Konflikt dann eben nicht gleich bis in die tiefsten Tiefen der menschlichen Existenz geht. Dennoch darf eine Geschichte nicht einfach nur so dahinplätschern. Sie muss Höhen und Tiefen haben. Sonst entsteht keine Spannung. Und ohne Spannung ist eine Geschichte langweilig.

10.000 Wörter sind genug, um zu sehen, ob noch etwas aus einer Geschichte wird. Da hat Anne schon recht. Wenn eine Autorin sich innerhalb der ersten 10.000 Wörter um jegliche Spannung gedrückt hat ;), ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das auch so bleiben wird. Sonst hätte sie nämlich auch schon in den ersten 10.000 Wörtern irgendwo einmal Spannung eingebracht. Dazu haben wir im Schreibforum ja jahrelang viele Diskussionen geführt.

Ein Lektor oder eine Lektorin liest – wenn es hoch kommt – vielleicht die ersten 2 oder allenfalls 4 Seiten eines Romans. Das sind ca. 1.000 Wörter. Danach fällen Lektoren ihr Urteil. Die lesen noch nicht einmal 10.000 Wörter, wenn ihnen die ersten 1.000 nicht gefallen. Hier im LLP ist mit 10.000 Wörtern eine wesentlich größere Chance gegeben, die Geschichte wirklich kennenzulernen und zu beurteilen. Die Kriterien bleiben aber dieselben: Die Geschichte muss etwas haben, das mich neugierig macht. Und wenn eine Geschichte praktisch nur den Alltag beschreibt, wie er ist, macht das nicht neugierig. Das hat ja jeder sowieso jeden Tag.

Du hattest bei dieser Geschichte eine wirklich schöne Idee. Aber warum hast Du diese Idee nicht weiterverfolgt? Das hätte einen richtig guten Spannungsbogen ergeben können. Stattdessen springst Du ziemlich herum, mit Figuren, mit denen man nicht wirklich etwas anfangen kann wie z.B. Paul, statt Dich auf die sich langsam aufbauende Spannung zwischen den beiden Hauptfiguren zu konzentrieren. Zu viele Figuren verderben den Brei, wenn man nicht für jede dieser Figuren einen eigenen Spannungsbogen entwickelt. Dann ist es besser, sich nur auf die beiden Hauptfiguren zu konzentrieren und die Nebenfiguren zu streichen.

Aber ich komme schon wieder in das schriftstellerische Handwerk hinein. Da kann ich einfach nicht aufhören. :D Dennoch: Eine Geschichte sollte nicht so vor sich hinplätschern, sondern gezielt aufgebaut werden zu einem Höhepunkt hin, von dem aus es dann abwärts zum Ende hin geht. Das ist das Minimum. Dabei bleibe ich. 8-)
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Kay
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Re: Kommentare zu Roman 13

Beitrag von Kay »

Das ist eigentlich auch mein Ziel: leichte, vor allem leicht lesbare, Romane zu schreiben. Seicht soll es deshalb aber trotzdem nicht werden. Und das ist wirklich gar nicht so einfach. Vor allem, wenn man sich nicht überlegt, was Spannung in der Geschichte erzeugen soll. Ein Konflikt muss schon dasein, sonst wird es schnell uninteressant.

Ich finde, leichte Romane zu schreiben ist viel schwieriger als ernste oder hochdramatische Romane zu schreiben. Wenn man viel Dramatik hat, ergibt sich die Spannung von selbst. Wenn man auf Dramatik bewusst verzichtet, muss man andere Stilmittel einsetzen, um die Leserin bei der Stange zu halten, damit sie das Buch nicht gleich nach den ersten Sätzen wieder zuklappt und nicht weiterliest.
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Hanna
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Re: Kommentare zu Roman 13

Beitrag von Hanna »

Gut, dass heute Feiertag ist. Da kann man sich hier so richtig ins Geschehen stürzen. :D Ich stimme dem zu, dass es sehr schwierig ist, leichte Romane zu schreiben. Aber auch ein leichter Roman lebt - meiner Meinung nach - von einer sympathischen Hauptfigur. Und das ist hier das Problem. Ist Saskia sympathisch?

Zum Beispiel, als Paul ihr beichtet, dass er schwul ist, was ist da ihre Reaktion?
Heike hat geschrieben:Mit schief gelegtem Kopf sah sie Paul an. „Dir ist schon klar, dass ich Urlaub habe? Und das ich nach Holland fahren wollte? Meine Tanten erwarten mich Sonntag zum Mittag.“
Mal abgesehen davon, dass Paul dafür, dass Saskia seine beste Freundin ist, sie sich schon seit Kindertagen kennen oder er ihr eigentlich vertrauen müsste, ziemlich herumdruckst (als ob er Saskia doch nicht richtig trauen könnte, obwohl sie lesbisch ist und ihn ja schon deshalb verstehen müsste), ist das doch eine wirklich nicht sehr nette Reaktion von Saskia. Ihre Tanten sind ihr wichtiger als Paul an einem Kreuzweg seines Lebens?

Wenn ich Paul wäre, ich würde doch sehr daran zweifeln, ob Saskia überhaupt meine Freundin ist. Wenn ich ihr so unwichtig bin, dass sie sogar ihre alten Tanten mir vorzieht. Zu denen sie jederzeit fahren könnte. Aber es muss ausgerechnet an diesem Termin sein, wo er so etwas Wichtiges feiern will wie sein Coming-out?

Und das zieht sich ein bisschen durch den ganzen Text, finde ich. Saskia ist sehr egozentrisch. Sie scheint nicht sehr empathisch anderen Menschen gegenüber zu sein, scheint mehr nur sich selbst zu sehen. Auch hier in dieser Szene habe ich das Gefühl, sie kann sich überhaupt nicht in Paul hineinversetzen. Sonst würde sie ihn doch nicht so vor den Kopf stoßen.

Dasselbe gilt für ihr Verhältnis zu Marie. Ist Marie überhaupt wirklich wichtig für Saskia? Oder ist Saskia nicht eigentlich nur Saskia wichtig? Marie scheint da gar keine so große Rolle zu spielen. Zumindest habe ich nicht das Gefühl, dass Saskia sich darum bemüht, Marie zu verstehen oder sich in sie hineinzuversetzen. Marie ist mehr ein Mittel zum Zweck, damit es Saskia gutgeht.

Und das stört mich ein bisschen. Wenn ich ein Buch lese, möchte ich mich in die Hauptfigur hineinversetzen können, weil ich sie mag. Oder weil ich gern so wäre wie sie. Oder weil ich sie eben sehr sympathisch finde und sie gern zur Freundin hätte. Oder weil ich das, was sie erlebt, ähnlich erlebt und empfunden habe. Oder gern so empfinden würde.

Mal ganz unabhängig von dem Thema Spannung oder Spannungsbogen ist es für mich so, dass das das größte Problem bei dieser Geschichte ist. Dass Saskia sich oftmals sehr unsympathisch verhält. Dass ich sie eigentlich als Figur gar nicht kennenlernen möchte.

Wenn Du die Geschichte überarbeitest, Heike, würde ich sehr an der Figur der Saskia arbeiten. Ganz genau ihre Biographie ausarbeiten und ein paar Erklärungen einarbeiten, warum sie sich so verhält, wie sie sich verhält. Weil das oft nicht nachvollziehbar ist. Und ihr auf jeden Fall wesentlich mehr Empathie verleihen. Dass sie nicht immer nur an sich und ihre eigenen Bedürfnisse denkt, sondern auch einmal an andere. Das würde sie viel sympathischer machen.
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Heike
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Re: Kommentare zu Roman 13

Beitrag von Heike »

Jetzt bin ich doch etwas erschüttert.
Meine Intension war es eine leichte Geschichte zu schreiben. Eine wo man eintauchen und mit einem Lächeln, das Buch am Ende in den Schrank legt und sagen kann, das hat Spaß gemacht.
Anhand der Kommentare, vor allen Dingen der Letzten, musste ich feststellen, dass ich mein Ziel weit verfehlt habe. Es war ganz sicher nicht meine Absicht die Geschichte nur dahinplätschern zu lassen.
Allerdings war mir nicht klar, dass es zwischen leicht und seicht solch eine große Differenz gibt. Daher nehme ich das seicht schnell wieder zurück. ;)

@Ruth, einen Konflikt oder auch 2 hatte ich schon eingebaut, aber wohl erst zu spät. :shock: Vielleicht ist es einfach schon zu lange her, dass ich etwas geschrieben hatte. Nachdem Du nochmal darauf hingewiesen hast, dass eine Geschichte in den ersten 2 bis 4 Seiten fesseln muss, ist es mir auch wieder bewusst geworden. Vielleicht schaffe ich es bei der Überarbeitung, den Spannungsbogen doch noch zu erreichen. Um eine wirklich runde Geschichte abzugeben.

@Kay, ich bin davon ausgegangen, dass eine leichte Geschichte einfacher sein könnte. Aber so wie Du es geschildert hast, dass sich die Spannung durch Dramatik von selbst ergibt, erscheint mir das jetzt im Nachhinein nicht mehr so einfach. Danke für den Hinweis. Ohne Dramatik oder Konflikt kann es natürlich auch keine Spannung geben.

@Hanna, Saskia war in meiner Fantasie eine sehr sympathische, emphatische Frau. Schade dass es mir nicht gelungen ist sie so zu zeichnen, wie ich sie gesehen habe. Danke für deinen Tip zur Überarbeitung. Das werde ich sehr gerne beherzigen. Es liegt mir fern, Saskia oder Marie als egoistisch, unsympathisch oder gar langweilig zu zeigen.
Und wie schon gesagt, die Szene mit Paul werde ich ganz sicher nochmal genauestens unter die Lupe nehmen.

@JuliaD, Du hast Recht man ist nicht täglich in der gleichen Stimmung um einen leichten oder doch eher einen schweren Roman zu schreiben. Das Schreiben ist wirklich sehr facettenreich.

@AnneW, Du schreibst: Sicherlich eine Menge Arbeit, aber ich finde, das lohnt sich schon allein wegen der Ursprungsidee.
Dem kann ich mich nur anschließen. Da werde ich einige Zeit investieren müssen. Aber ich bin davon überzeugt, dass es sich lohnen wird.

Falls ich es noch nicht erwähnt habe, möchte ich es hiermit tun. Ich bin froh, dass hier so viele Konstruktive Kommentare zu meiner Geschichte abgegeben wurden. Auch wenn ich nicht so glücklich darüber bin, dass meine Geschichte nicht so angekommen ist, wie ich sie im Geiste hatte.
Ganz, ganz lieben Dank an alle die meine Geschichte kommentiert haben und vielleicht auch noch kommentieren. Ich weiß wie aufwendig es ist und wie viel Zeit es kostet. Danke für Eure Mühe. :D
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Kay
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Re: Kommentare zu Roman 13

Beitrag von Kay »

Heike hat geschrieben: Montag 1. November 2021, 13:12Ohne Dramatik oder Konflikt kann es natürlich auch keine Spannung geben.
Das würde ich jetzt so nicht unbedingt sagen. Es gibt schöne leichte Romane fast ohne jede Dramatik oder ohne jeden größeren Konflikt. Die genau das bewirken, was Du möchtest, nämlich dass man sich gut unterhalten fühlt und das Buch lächelnd zuschlägt. Aber das ist eine große Kunst. Denn mit was erzeugt man dann die Spannung?

Eins ist jedoch klar: Die Beschreibung von Alltag erzeugt keine große Spannung. Das heißt, was ich an Deiner Stelle als erstes aus der Geschichte herausnehmen würde, ist alles, was mit Alltag zu tun hat oder nur Alltag beschreibt. Oder in diese Alltagssituationen etwas Überraschendes einbauen. Denn Überraschung erzeugt auch Spannung, ohne dass es unbedingt besonders dramatisch oder ein Konflikt sein muss. :D
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AnneW
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Re: Kommentare zu Roman 13

Beitrag von AnneW »

Und Komik. :mrgreen: Ich erinnere mich da an einige sogenannte "Mütterromane", in denen die Mütter ihr Leid mit ihren Kindern schildern, die auf immer wieder unerwartete Gedanken kommen, irgendetwas zu demolieren oder das Leben ihrer Mutter zu erschweren. Ohne dass sie das unbedingt direkt beabsichtigen. Sie sind eben nur Kinder und deshalb gedankenlos. Dasselbe gibt es auch mit Tieren. Wenn jemand sehr viele Tiere hat und die nicht immer unter Kontrolle sind.

Da gibt es eigentlich weder Dramatik noch Konflikte. Und auch keinen Spannungsbogen. Da reiht sich eine Überraschung an die andere, ein unerwartetes Ereignis an das andere. Und gerade, wenn die Mutter meint, alles im Griff zu haben, passiert wieder etwas, womit sie überhaupt nicht gerechnet hat. Da gibt es kein "Dahinplätschern" im Alltag, weil die Mutter nicht eine einzige ruhige Minute hat. Obwohl das ihr Alltag ist.

Das wäre auch für so einen Roman wie Deinen geeignet, könnte ich mir vorstellen. Dann musst Du Dir keine Gedanken über Spannung oder sonst etwas machen. Die Leute werden sich einfach den Bauch halten vor Lachen, weil Du sie immer wieder überraschst, und sich gut unterhalten fühlen. :)
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Ruth
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Re: Kommentare zu Roman 13

Beitrag von Ruth »

Genau das meinte ich mit meiner Frage, warum Du die Idee mit dem "Lesben-Date-Rheinpark" nicht weiterverfolgt hast. Denn das hatte ich am Anfang erwartet. Ich musste über die Idee lachen und hätte dann erwartet, dass Du das ausbaust. Aber dann bist Du ganz davon abgekommen. Und gerade diese Art Ideen macht einen leichten Roman aus. Unerwartete Ideen und unerwartete Wendungen. Sodass die Leserin überrascht die Augen aufreißt. Du könntest viel, viel mehr aus der Idee mit dem Park machen. Oder eben noch weitere solche Ideen hinzufügen. Immer wieder neu, sodass die Leserin genau wie die Mutter in den Romanen, die Anne hier oben erwähnt hat, gar nicht mehr zur Ruhe kommt.

Das ist allerdings nicht leicht. Leichte Romane sind nicht leicht. Das hat sich glaube ich jetzt schon herausgestellt. 8-) Und das kann ich auch aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen. Ich habe noch nie einen leichten Roman geschrieben, weil mir automatisch irgendwelche dramatischen Ideen in den Sinn kommen, keine leichten. Das kann ich einfach nicht. Weshalb ich Leute, die das können, sehr bewundere. Ein Buch, das ich mit Tränen in den Augen weglege, weil der Autor oder die Autorin mich so zum Lachen gebracht hat, das ist wirklich der Olymp des Schreibens im Unterhaltungsgenre. :D
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Hanna
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Re: Kommentare zu Roman 13

Beitrag von Hanna »

Da würde ich zustimmen. Ich kann auch keine leichten Romane schreiben. Das ist viel zu schwer für mich. 8-)

Es ist so eine Art Gratwanderung, glaube ich. Um es nicht seicht werden zu lassen, muss eine gewisse Ernsthaftigkeit dabei sein. Die darf aber nicht die Überhand bekommen. Man darf sich als Autorin quasi nicht darauf einlassen. Was ich sofort tun würde. :lol: Wenn ich etwas Dramatisches an einer Geschichte sehe, springe ich sofort dahin, und mein ganzes Augenmerk ist darauf gerichtet. Das Leichte geht oft dabei verloren.

Man muss ein Gefühl haben für Leichtigkeit und auf dem Seil der Leichtigkeit gut balancieren können. Da würde ich sofort abstürzen. :D
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Heike
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Re: Kommentare zu Roman 13

Beitrag von Heike »

Wow, Ich weiß gar nicht mehr was ich noch sagen soll. Außer Dankeschön für Eure Unterstützung. Und diese unglaublich hilfreichen Hinweise. :oops:
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Astrid
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Re: Kommentare zu Roman 13

Beitrag von Astrid »

Der Anfang hat mir richtig gut gefallen. Da steckt eine Menge Humor drinnen. Blind Date im Rheinpark. Auf so eine Idee muss man erst mal kommen. 8-)

Das Outing von Paul war zwar etwas komisch in Anbetracht der Tatsache, das die beiden so enge Freunde sind. Aber die Geschichte bis hierhin hat mir sehr gefallen. Ich hoffe, dass ich noch etwas mehr davon lesen kann.
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Ruth
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Re: Kommentare zu Roman 13

Beitrag von Ruth »

Was mich als Verlegerin jetzt interessieren würde: Was genau hat Dir an der Geschichte gefallen? Wie stellst Du Dir den weiteren Verlauf der Geschichte vor? Was würdest Du erwarten?
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Astrid
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Re: Kommentare zu Roman 13

Beitrag von Astrid »

Ehrlich gesagt, habe ich lange überlegt ob ich überhaupt einen Kommentar abgeben sollte. Dann hab ich mich getraut und nun soll ich den auch noch kommentieren. :(
Zu Deinen Fragen. Mir hat es gefallen, das die Liebesgeschichte im Rheinpark beginnt.
Ich fand Marie recht witzig in ihrer Art. Sie scheint Humor zu haben. Und Saskia muss auf jeden Fall etwas selbstbewusster werden, damit sie nicht ständig stammelt. Das was mich aber tatsächlich fesselt ist die Tatsache das Marie für Saskia ein Engel ist. Ich wäre gerne für jemanden dieser Engel.
Ich wünsche mir, das Saskia ein Familienmensch ist. Da bereits ein paar weitere Personen genannt wurden. Und ich liebe Familiengeschichten.
Ich stelle mir vor: In Maries Leben gibt es bereits eine kleine Familie und sie bekommt Angst vor Ihren aufkommenden Gefühlen zu Saskia……...
Dann treffen sie sich zufällig auf einem Spielplatz und da Saskia ein Familienmensch ist, verliebt sie sich auch sogleich in das kleine Mädchen. Dann gibt es ein Happy End, vielleicht mit einer Hochzeit im Rheinpark.
Hoffentlich kannst Du mit meiner Antwort etwas anfangen. Denn ich wüsste nicht was ich sonst noch schreiben soll. Ich drücken allen Autorinnen die Daumen.
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Ruth
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Re: Kommentare zu Roman 13

Beitrag von Ruth »

Das war ja auch schon sehr viel, was Du geschrieben hast. :) Dankeschön, dass Du Dir die Zeit genommen hast, meine Frage zu beantworten. :)

Für mich als Verlegerin sieht es etwas anders aus als für die meisten Autorinnen. Ich darf ein Buch nicht nur danach beurteilen, ob es mir gefällt. Ich muss auch darüber nachdenken, ob es sich verkaufen wird. Ob viele Leserinnen es werden lesen wollen. Weil die Figuren und die Geschichte sie so sehr packen, dass sie das Buch gar nicht mehr weglegen wollen.

Was Du hier vorgeschlagen hast für den weiteren Verlauf der Geschichte, gefällt mir sehr. Das wäre eine sehr süße Geschichte. Noch mal vielen Dank, dass Du hier so viel geschrieben hast. :D
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Heike
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Re: Kommentare zu Roman 13

Beitrag von Heike »

@Astrid: Danke für die Kommentare. Freut mich das Dir die Geschichte gefallen hat. Deine Anregungen wie es weitergehen könnte, finde ich inspirierend. Da ich sowieso noch einiges überarbeiten muss, werde ich sicherlich die eine oder andere Anmerkung von den Kommentaren, die bereits abgegeben wurden, berücksichtigen können. Ich hoffe das die Geschichte, wenn sie denn fertig ist, auch das Potential für eine Veröffentlichung hat. Und natürlich hoffe ich , dass sie dann auch gefällt und Spaß macht. :D
@Ruth, ein Dankeschön möchte ich auch an dich geben. Ich hoffe, das ich mit meiner Überarbeitung, den Anforderungen entsprechen werde ;)
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Ruth
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Re: Kommentare zu Roman 13

Beitrag von Ruth »

Momentan fehlt Dir noch einiges an Handwerk, das hast Du ja selbst gemerkt. Und besonders für einen leichten Roman brauchst Du einen richtig guten Spannungsbogen, damit es nicht so vor sich hinplätschert. Das haben wir ja hier alles schon besprochen. Denk bei jeder Szene daran, dass die Figuren sich für einen leichten Roman noch netter und sympathischer verhalten müssen als für einen sagen wir mal "ernsten" Roman. Denn es gibt keinen großen Konflikt, der für die Leserin Spannung erzeugt, damit sie weiterliest. Also muss sie die Figuren richtig, richtig mögen oder sich darin wiedererkennen. In Deinem Roman, wie er jetzt ist, verhält sich Saskia da zum Teil noch zu egoistisch. Sie macht sich zu wenig Gedanken um die Gefühle anderer, die sie eventuell verletzen könnte wie z.B. in der Szene mit Paul.

Und natürlich auch mit Marie. Warum sollte Marie Saskia mögen? Denk da mehr aus Maries Perspektive als aus Saskias Perspektive. Schreib vielleicht auch mal eine Szene aus Maries Perspektive, um besser zu erfühlen, wie Marie Saskia sieht. Ist das wirklich alles so nett, was Saskia Marie gegenüber tut? Wie sieht das aus Maries Blickwinkel aus? Genauso wie aus Saskias? Da Marie ein anderer Mensch ist, kann das nicht sein. Arbeite mal heraus, was Marie von Saskia unterscheidet. Was Marie von Saskia erwartet und Saskia vielleicht nicht tut. Was Marie denkt, wenn Saskia sie enttäuscht.
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Heike
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Re: Kommentare zu Roman 13

Beitrag von Heike »

:) vielen Dank für Dein ausführliches Feedback. Das werde ich auf jeden Fall machen.
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